Der Name des Projekts:  Bessere Verknüpfung von Radverkehr, Fußverkehr und Öffentlichem Verkehr im Donauraum

Projektkennung: DRP0200217

Europa kann den Verkehrssektor nicht allein durch den Ersatz herkömmlicher Fahrzeuge durch Elektroautos klimaneutral machen. Politische Maßnahmen im Personenverkehr sollten einen stärkeren Schwerpunkt auf die Unterstützung des Wandels hin zu multimodalen, aktiven und öffentlichen Verkehrsmitteln legen. Radfahren und Zufußgehen erlauben eine wirklich CO2-freie Fortbewegung, die besonders für kurze Distanzen effizient ist. Mit einer besseren Anbindung aktiver Verkehrformen kann jedoch auch für fahrten über mittlere und längere Distanzen eine attraktive Alternative zur Nutzung des privaten Pkw geboten werden.

Ziel des Projekts Active2Public Transport (A2PT) ist die Förderung einer effektiveren Verknüpfung von aktiven Verkehrsformen und Öffentlichem Verkehr (Active and Public Transport – APT) in den Ländern der Makroregion Donau. Dies schließt Radabstellanlagen, Fahrradtransport mit Bus oder Bahn und die Anbindung von Haltestellen zum Endziel der Reise ein, beispielsweise durch Fahrrad-Sharing. Der im Rahmen des Projekts zu entwickelnde Aktionsplan liefert den strategischen Rahmen, um die Umsteigepunkte zu modernen Mobilitätsknotenpunkten in der Region weiterzuentwickeln. Die im Rahmen des Projekts erstellte Online-Toolbox wird Leitlinien für die Umsetzung innovativer Lösungen zur Überwindung der Mängel des multimodalen APT-Systems bieten. Die Toolbox soll zeigen, wie die vorhandenen State-of-the-Art-Lösungen im gesamten Bereich der Donau-Makroregion genutzt und weiterentwickelt werden können, angereichert mit Erfahrungen aus den experimentellen Maßnahmen des Projekts. Ziel des Projektes ist, die Experten der relevanten Organisationen (lokale/regionale/nationale Behörden, Nichtregierungsorganisationen, Dienstleister/Infrastrukturbetreiber) dazu zu ermutigen, den allzu eingeschränkten Fokus auf den monomodalen Verkehr – gewöhnlich Pkw – zu überwinden, um mehr und bessere A2PT-Dienstleistungen und Infrastruktur im Donauraum zu schaffen.

Das Projekt trägt zum Übergang zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern und indirekt zur Reduzierung der Kohlendioxidintensität und der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor bei. Das Projekt wird (1) einen strategischen Rahmen für die systematische Verbesserung der APT-Konnektivität an Verkehrsknotenpunkten bereitstellen, (2) Leitlinien für die Implementierung innovativer Lösungen zur Behebung von Mängeln im multimodalen APT-System bereitstellen und (3) das Potenzial und die Auswirkungen einer besseren Verbindung von A2PT-Infrastruktur und -Diensten aufzeigen

Die Aufgabe von GYSEV besteht im Rahmen des Projekts darin, eine Pilotaktion umzusetzen und zu unterstützen, deren Ziel es ist, die Nutzung des Schienenverkehrs zur Erreichung von Wanderwegen zu erleichtern. Im Rahmen der Aktion wird Folgendes umgesetzt:

  • Aufstellen von Informationstafeln an Bahnhöfen,
  • die Schaffung neuer Stempelstationen für Wanderer an Bahnhöfen entlang des Ungarischen Blauen Weges (der Teil des Europäischen Fernwanderwegs E4 ist),
  • Beklebung von Schienenfahrzeugen zur Förderung der Blauen Tour,
  • Werbung für die Möglichkeiten, die Wanderroute mit der Bahn zu erreichen, sowie Organisation einer Werbekampagne.

Bei der Umsetzung der Pilotaktion wird GYSEV vom Verwalter des Wanderweges (der als assoziierter Partner am Projekt teilnimmt), dem Ungarischen Wanderverband (MTSZ) und dem Verkehrswissenschaftlichen Institut (KTI) unterstützt.

Finanzierungsprogramm: Das Projekt wird im Rahmen des Interreg-Donau-Transnationalprogramms mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und mit Kofinanzierung der Europäischen Union und des ungarischen Staates realisiert.

Projektbudget: 2,86 Million EUR

EFRE-Beitrag: 2,29 Million EUR

Beginn des Projekts: 1. Januar 2024.

Dauer des Projekts: 30 Monate

Lead Partner: Österreichische Energieagentur

Weitere Informationen: Active2Public Transport | Active2Public Transport